Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Stichprobenziehung

Empirische Forschung beginnt mit der Auswahl von Untersuchungsgegenständen. Dabei werden frühzeitig Entscheidungen getroffen, die weder trivial noch folgenlos sind, da sie die Grundlage für alle weiteren Erkenntnisse bilden. In der Kommunikationswissenschaft kann häufig weder mit Vollerhebungen noch mit reinen Zufallsauswahlen gearbeitet werden, bewusste wie auch willkürliche Kriterien spielen hier eine wesentliche Rolle. Deshalb müssen Auswahlentscheidungen reflektiert getroffen und stets hinterfragt werden. Gerade die Digitalisierung der Kommunikation sowie die damit verbundenen Formen der Mediennutzung und Möglichkeiten der Datenerhebung machen es erforderlich, sich die datengenerierenden Prozesse zu vergegenwärtigen und die Konsequenzen abzuschätzen.

Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit diesen Herausforderungen beim Sampling von Akteuren und Inhalten. Neben einer allgemeinen Orientierung werden jeweils Probleme und Lösungen aus konkreten kommunikationswissenschaftlichen Projekten diskutiert. Die Gegenstände reichen von Telefonbefragungen über publizistische Stichproben bis zur Analyse von Inhalten auf Online-Plattformen. Neben der grundlegenden Vorgehensweise zur Auswahl von Individuen und Kommunikationsartefakten werden spezifische Aspekte bei der Analyse von Online-Netzwerken, ethische Herausforderungen bei Befragungen und der Einfluss von Zeit in den Blick genommen.

Jakob Jünger / Ulrike Gochermann / Christina Peter / Marko Bachl (Hrsg.)

Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Stichprobenziehung

2022, ca. 300 S., Broschur, 213 x 142 mm, dt./engl.

Methoden und Forschungslogik der Kommunikationswissenschaft, 17

ISBN (Print) 978-3-86962-539-3 | ca. 30,00 EUR
ISBN (PDF) 978-3-86962-540-9 | 25,99 EUR

Jakob Jünger,

arbeitet als Juniorprofessor für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Digital Media and Computational Methods an der Universität Münster.

Christina Peter,

Dr. phil., ist seit Oktober 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin und seit 2015 akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl von Prof. Brosius am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Ulrike Gochermann,

M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald.

Marko Bachl,

Dr. rer. soc., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Hohenheim.

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