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Visual Person Branding

Marken gehören zu den eminenten Schlüsselphänomen unserer Zeit. Ihre Hochkonjunktur beruht im Wesentlichen auf den erschwerten Wahrnehmungsbedingungen innerhalb der informationellen Gegenwartsgesellschaft. Als wirksame Maßnahme im Kampf um Wahrnehmungen hat sich das kontinuierliche Bedeutungsmanagement durch den zielorientierten Einsatz von Bildern herausgestellt, wie es von ikonischen Personenmarken langjährig praktiziert wird. An dieser Stelle setzt die vorliegende Studie an: Sie untersucht vor dem Hintergrund einer kulturellen Bedeutungsökonomie die Strategien und Mittel visueller Darstellung, die langfristig erfolgreiche Personenmarken zur Behauptung ihrer Marktposition einsetzen.

Die Arbeit schlägt hinsichtlich der Bedeutungskonstitution durch Bilder den integrierten Ansatz einer kognitiven Markenbildsemiotik vor, der eine sozialsemiotische Perspektive mit kognitivistischen Erkenntnissen der Framingforschung verknüpft. Vor diesem Theoriehintergrund greift die empirische Untersuchung der ausgewählten Fälle Madonna und Karl Lagerfeld auf einen qualitativen Methodenmix der visuellen Frame-Analyse zurück. Dabei berücksichtigt sie — ausgehend von einem kulturalistischen Markenverständnis — auch die ko-kreative Bildpraxis der Konsumenten (Prosumer). Schließlich wird über einen systematischen Vergleich der detailreichen Einzelfallbefunde ein ›Strukturmodell des bildbasierten Bedeutungsmanagements‹ ikonischer Personenmarken erarbeitet.

Als Beitrag zur Designforschung legt diese qualitative Studie somit ihren Schwerpunkt auf die Rolle, die dem Bildlichen bei der Markenbildung von Personen und in einer globalen Markenbildkultur der Gegenwart zukommt.

Nicholas Qyll

Visual Person Branding.
Eine frame-analytische Betrachtung ikonischer Personenmarken

2021, 552 S., 63 Grafiken, 21 Tabellen, über 200 Abb., Broschur m. Klappe, 240 x 170 mm, dt.

ISBN (Print) 978-3-86962-579-9 | 48,00 EUR
ISBN (PDF) 978-3-86962-580-5 | 40,99 EUR

Nicholas Qyll,

Dr. des. phil., studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Nürnberg. Er absolvierte ein Aufbaustudium Kommunikationsdesign mit den Schwerpunkten Identitäts- und Markenentwicklung, Neuere Ästhetik und Kulturwissenschaften an den Universitäten Wuppertal und Essen. Es folgten doktorale Studien an der Kunsthochschule für Medien in Köln und Promotion mit einer designwissenschaftlichen Arbeit über ›Visual Person Branding‹ an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken (HBKsaar) bei Rolf Sachsse und Dieter Georg Herbst (UdK Berlin). Nicholas Qylls Schwerpunkte in Lehre, Forschung und Publikationstätigkeit liegen in den Bereichen Branding, Organisationskultur, Experience Design, Gestaltungsprozesse und Kreativität, Bildrhetorik sowie visuelle Kommunikation. Praktische und wissenschaftliche Lehrveranstaltungen zum Thema Design an verschiedenen Hochschulen; aktuell als Lehrbeauftragter für ›Designtheorie‹ am Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund. Er lebt und arbeitet in Köln.

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