Schöne digitale Welt

Das Zeitalter der Netzutopien ist zu Ende. Gerüchte und Falschnachrichten diffundieren durch die digitale Welt. Social Bots simulieren Meinungsströme. Troll-Armeen sind in sozialen Netzwerken unterwegs. Profi-Fälscher erstellen mit Hilfe von KI-Programmen realistisch erscheinende Videos, sogenannte ‘Deep Fakes’. Und Polit-Propagandisten nutzen Datenanalysen, um einzelne Zielgruppen mit speziellen Propaganda-Postings zu bombardieren.

Die Hoffnungen, die das neue Medium einst auslöste, haben sich in die Dystopie der totalen Manipulation verwandelt. Aus Euphorie ist Ernüchterung geworden. Aber was ist beim Austausch der Zeichen eigentlich passiert? Und wie lässt sich der lähmende Aufklärungs- und Netzpessimismus überwinden? Was kann der Einzelne tun? Welche Aufgaben hat der Journalismus? Und wie könnte man Plattformen auf effektive Weise regulieren?

Erhellende Antworten und streitbare Analysen formulieren Richard Gutjahr, Sascha Lobo, Georg Mascolo, Miriam Meckel, Ranga Yogeshwar und Juli Zeh. Sie erklären den Medienwandel, analysieren die Neuerfindung unserer Informationswirklichkeit und machen deutlich, warum wir eine digitale Aufklärung brauchen, die sich von Horrorszenarien und Heilserwartungen gleichermaßen fernhält.
»Mit dem Band legen die Herausgeber eine Sammlung von Analysen von Intellektuellen vor, die sich trotz den massiven Herausforderungen des digitalen Zeitalters weigern schwarzzumalen.«
Sarah Genner
NZZ am Sonntag, 26. April 2020
»Pörksen möchte damit einer ›apokalyptischen Eskalationsrhetorik‹ entgegenwirken und gegen einen ›Aufklärungs- und Bildungspessimismus‹ anschreiben, ›der vorschnell beerdigt, was man eigentlich befördern möchte: Autonomie, Mündigkeit, selbstbewusste Gegenwehr‹. Die Kronzeugen, die er dabei ins Feld führt, haben dazu Lesenswertes mitzuteilen.«
Stephan Russ-Mohl
www.tagesspiegel.de, 26.01.2020

Bernhard Pörksen / Andreas Narr (Hrsg.)

Schöne digitale Welt.
Analysen und Einsprüche von Richard Gutjahr, Sascha Lobo, Georg Mascolo, Miriam Meckel, Ranga Yogeshwar und Juli Zeh

edition medienpraxis, 18
2020, 218 S., Hardcover (Faden), 190 x 120 mm, dt.

ISBN (Print) 978-3-86962-477-8 | 21,00 EUR
ISBN (PDF) 978-3-86962-478-5 | 17,99 EUR
ISBN (ePub) 978-3-86962-479-2 | 17,99 EUR

Bernhard Pörksen,

Jg. 1969, ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er erforscht die Macht der öffentlichen Empörung und die Zukunft der Reputation und publiziert — neben wissenschaftlichen Aufsätzen — Essays in vielen Zeitungen. Seine Bücher mit dem Philosophen Heinz von Foerster (Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners) und dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun (Kommunikation als Lebenskunst) wurden Bestseller. Im Jahre 2008 wurde Bernhard Pörksen zum ›Professor des Jahres‹ gewählt.

Andreas Narr,

Dr., Jg. 1956, leitet das SWR-Studio in Tübingen und gehört zu den Initiatoren der Tübinger Mediendozentur. Er promovierte zum Thema »Verständlichkeit im Magazin­journalismus« an der Universität Tübingen, war als Redakteur und Reporter für ARD und SWR tätig. Er leitete — nach Stationen in Rom und Bonn — die Fernseh-Nachrichtenredaktion des SWR in Stuttgart und steht seit 1998 an der Spitze des SWR-Studios. Andreas Narr lehrt am Institut für Medienwissenschaft in Tübingen und ist verantwortlich für die Konzeption der Workshops und Seminare im Rahmen der Tübinger Mediendozentur.

Benötigen Sie weitere Informationen?

Oder können wir Ihnen noch Fragen beantworten?

Wenn Sie diesen Titel bestellen möchten.

Dann wechseln Sie direkt zu unserem Shop!

Zurück zum Messestand!